Besuch von Hartmut Bruns von der Polizei Meppen zum Thema „Sicherer Umgang mit dem Internet“ am 20.2.2020 in den Klassen 4

Auch in diesem Jahr besuchte Hartmut Bruns vom Polizeikommissariat Meppen die vierten Klassen der Paulusschule, um mit uns über den sicheren Umgang mit Internet und Smartphone, Tablet und Co. zu sprechen.

Zunächst stellte Herr Bruns die Polizei und ihre Aufgaben kurz vor und wir konnten zeigen, dass wir uns mit dem Absetzen eines Notrufs schon ganz gut auskennen.

Dann ging es um verschiedene Themen rund ums Internet. Zunächst einmal: Nicht alles, was im Internet steht, ist wahr! Jeder, der möchte, kann Inhalte ins Internet stellen, und meist wird nicht nachgeprüft, ob sie stimmen. Also: immer ein bisschen misstrauisch sein, ob die Informationen auch wirklich sicher sind und lieber noch einmal woanders überprüfen und vergleichen.

Wichtig war auch die Frage, was man tun kann, wenn man beim Surfen im Internet auf unangenehme oder erschreckende Seiten kommt, also Sachen sieht oder liest, die man eigentlich nicht sehen möchte. Viele von uns hatten hier schon ganz gute Tipps: Browser schließen oder Zurück-Button anklicken. Ganz wichtig ist dabei: man sollte mit den Eltern oder anderen Erwachsenen, denen man vertraut, darüber sprechen - vor allem, wenn man Angst bekommt oder sich schlecht fühlt.

Viele von uns erzählten, dass die Eltern beim Smartphone oder Tablet Filter eingestellt haben, die bestimmte Inhalte im Netz sperren. Sie schützen vor unangenehmen und schädlichen Inhalten. Herr Bruns wies auch darauf hin, dass man das Gerät auch mal abschalten sollte, also nicht rund um die Uhr darauf schauen muss. Und: nachts sollte das Handy möglichst nicht im Zimmer sein, damit man nicht dauernd von ankommenden Nachrichten gestört und vom Schlaf abgehalten wird. Diese und ähnliche Regeln im Umgang mit Smartphone und Tablet sollte man mit den Eltern besprechen. Je jünger man ist, umso mehr sollten die Eltern mit aufpassen. Und wenn man älter wird, können manche Regeln auch wieder lockerer werden.

Als nächstes ging es um das Thema „Chatten“, das heißt, „sich unterhalten“ im Internet. Hier kann man verschiedene Netzwerke nutzen. Die meisten sind bei WhatsApp, es gibt aber noch viele andere Netzwerke wie z. B. Instagram, Snapchat, tiktok, facebook, twitter …

Herr Bruns wies darauf hin, dass WhatsApp eigentlich erst ab 16 Jahren erlaubt ist – das richtige Alter wird aber bei der Anmeldung nicht nachgeprüft. Wichtig ist, dass die Eltern Bescheid wissen und es erlauben, wenn man bei so einem Netzwerk mitmachen möchte. Wenn ich WhatsApp, Instagram, tiktok oder Ähnliches nutzen will, muss ich die Nutzungsbedingungen akzeptieren. Dazu gehört aber leider auch, dass zum Beispiel WhatsApp Zugriff auf alle Kontaktdaten und auch auf Informationen und Fotos im Handy hat und sie speichert. WhatsApp gehört zu facebook – und auch facebook speichert viele Informationen der Nutzer und verdient damit Geld. Zum Beispiel wird Werbung genau passend zu den Interessen des Nutzers eingesetzt.

Grundsätzlich sollte man beim Chatten in WhatsApp- Gruppen auf „Netiquette“ achten, das heißt auf die gleichen Regeln wie im „richtigen“ Umgang miteinander: niemand darf beleidigt, beschimpft oder schlechtgemacht werden. Außerdem dürfen Fotos nicht ohne Erlaubnis der fotografierten Person genutzt werden. Wichtig ist auch, keine Kontaktdaten von anderen einfach so weiter zu geben. Gibt es in der Gruppe Ärger oder Probleme im Umgang miteinander, sollten unbedingt Eltern oder andere erwachsene Vertrauenspersonen informiert werden.

Bekommt man „blöde“ oder unangenehme Nachrichten zugeschickt, sollte man sie auf keinen Fall weiterschicken und unbedingt die Eltern informieren. Hier gibt es zum Beispiel immer wieder Kettenbriefe mit unwahren Behauptungen und Drohungen – oft auch als Sprachnachricht. Sie sollen dem Empfänger nur Angst machen. Herr Bruns betonte, dass man hier keine Angst haben muss, dass einem etwas passiert oder die Drohungen wahr werden könnten.

Wir sahen auch einen Film mit Tipps zum sicheren Chatten. Darauf sollte man besonders achten:

·       In Chats nie Name, Adresse, Alter angeben – stattdessen einen Nickname (Spitznamen) wählen, der keine wichtigen Informationen preisgibt.

·       Nicht mit unbekannten Personen chatten.

·       Keine Bilder von sich weiterschicken.

·       Sichere Chats bevorzugen – diese haben eine Aufsicht. 

·       Immer ein bisschen misstrauisch und vorsichtig bleiben – die Person, mit der ich schreibe, könnte jemand anderes sein, als sie behauptet.

·       Nicht in Chats von Erwachsenen gehen.

·       Keine „komischen“ oder unangenehmen Fragen beantworten.

·       Chatpartner im „richtigen Leben“ nicht unbeaufsichtigt treffen, neutralen Ort (zum Beispiel Eisdiele) dafür wählen.

Ein weiteres wichtiges Thema war „Mobbing“. Von Mobbing spricht man, wenn jemand von meist mehreren anderen über einen längeren Zeitraum immer wieder beschimpft, bedroht, beleidigt oder auch körperlich angegriffen wird. Dieses kann im direkten Kontakt passieren, es findet aber auch oft im Internet statt, zum Beispiel in WhatsApp-Gruppen. Auch dazu sahen wir einen kurzen Film. Dabei wurde deutlich: Ist man von Mobbing betroffen, sollte man Erwachsenen, denen man vertraut, davon erzählen und sich so Hilfe holen. Beobachtet man, dass andere gemobbt werden, so ist es sehr wichtig, nicht wegzusehen. Stattdessen sollte man dem oder der Betroffenen helfen, ihn/sie unterstützen und Hilfe holen. Nur so kann Mobbing beendet werden!

Am Ende des zweistündigen Besuchs bedankten wir uns bei Herrn Bruns für die vielen wichtigen Informationen mit Beifall und einem kleinen Geschenk.

  


Medienscouts vom KGH besuchen die Paulusschule

Am 25.06.2019 hatten wir im Jahrgang 3 Besuch von vier Medienscouts vom KGH.

Saskia, Mia, Sophie und Leo gaben in den Klassen 3c und 3d wichtige Tipps zum sicheren Umgang mit dem Internet. Begleitet wurden sie dabei von ihren Lehrern, Herrn Rühlmann und Herrn Schrant.

Die vier Medienscouts erklärten uns, dass wir beim Suchen nach Informationen im Internet am besten eine spezielle Suchmaschine wie blinde-kuh.de oder fragfinn.de nutzen sollten. Sie zeigten uns, dass man Suchen mit google immer sehr viele Seiten mit Werbung angezeigt bekommt, die man gar nicht gebrauchen kann.

Zum Thema Chatten lernten wir, dass es sichere Chatforen wie im SWR Kindernetz (www.kindernetz.de/netztreff ) gibt, die besonders für Kinder geeignet sind. Die Medienscouts machten uns auch darauf aufmerksam, dass man Whatsapp erst ab 16 nutzen darf. Wenn man es benutzt, sollte man sehr vorsichtig mit privaten Informationen und besonders auch mit Fotos sein.

Zwischendurch spielten wir immer wieder Spiele, so dass die zwei Stunden mit den Medienscouts nicht langweilig wurden. Auch zu sicheren Spielen im Internet bekamen wir wichtige Tipps. Solche Spiele kann man über blinde-kuh.de finden. Wir probierten gemeinsam das Spiel Memo – hier gewannen die Mädchen knapp gegen Jungs. Ein wichtiger Tipp von den Medienscouts war noch, dass man bei Spielen die Altersbegrenzung beachten muss, damit man nicht Inhalte sieht oder spielt, die einem nicht guttun. Außerdem sollte man nicht ohne Erlaubnis der Eltern Spiele herunterladen, damit man nicht aus Versehen hohe Kosten verursacht.

Dann ging es noch um Videos im Internet. Viele der Schülerinnen und Schüler schauen gerne Videos. Damit man auch hier nicht an Filme gerät, die nur für Ältere geeignet sind, sollte man empfehlenswerte Video-Portale wie Youtube Kids oder die Kika Mediathek benutzen.

Zum Schluss machten wir auf der Seite internet-abc.de ein Quiz, um unser Wissen über richtiges Verhalten im Internet zu testen. Dieses Mal gewannen knapp die Jungen gegen die Mädchen. Alle bekamen den Internet Surf-Schein.

Am Ende der zwei Stunden mit den Medienscouts hatten wir richtig viel gelernt und waren uns einig: Die Medienscouts haben ihre Sache sehr gut gemacht und sollen gerne öfter zu uns an die Paulusschule kommen!



 

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