Unsere Emslandfahrt

Am 13.6. und 14.6.2018 fuhren wir mit den vierten Klassen auf Klassenfahrt durch das Emsland.

Als erstes waren wir bei den Großsteingräbern in Groß Berßen. Es war beeindruckend, wie groß die waren. In eines der Gräber konnten wir in kleinen Gruppen sogar hineingehen. Doch es war sehr dunkel darin. Zum Glück hatte Frau Ludden-Wolters eine Taschenlampe dabei. Dann gingen wir zu einem anderen Großsteingrab.  Auf den großen Steinen durften wir herumklettern und Fotos machen. 

Nach den spannenden und sogar etwas gruseligen Großsteingräbern haben wir bei der Hüvener Mühle gemütlich gefrühstückt. Wir durften sogar einmal in die Wind- und Wassermühle hineingehen.

Danach waren wir beim Jagdschloss Clemenswerth in Sögel. Dort durften wir in die Kapelle, in der der heilige Fructuosus unter dem Altar lag. Wir sind eine Allee entlang gegangen zu einem wunderschönen kleinen See mit ein paar kleinen Inseln. Einige sind um den See herum gelaufen, die meisten jedoch saßen oder standen auf dem Gras und fütterten die Enten.

Nach diesem leider etwas kurzen Stopp sind wir zum Moormuseum nach Geeste gefahren. Dort zeigte uns Herr Hermes den größten Pflug der Welt. Er heißt Mammut. Herr Hermes erklärte uns, wie der Mammut-Pflug benutzt wurde. Er wurde von zwei Lokomobilen auf jeder Seite an Drahtseilen gezogen. Zwei dieser vier Lokomobilen stehen im Museum., eine davon könnte man immer noch benutzen. Herr Hermes erklärte und, dass durch den DÜV (=Dampfkessel-Überwachungs-Verein), der die Lokomobilen früher kontrollierte, der heutige TÜV entstanden ist.

Anschließend gingen wir mit ihm über eine echte Moorfläche. An einer Stelle sollten wir einmal hochspringen. Dabei konnte man merken, wie der Moorboden federt. Im Moor gibt es auch giftige Schlangen. Einige Kinder hatten ein bisschen Angst. Auf einem Foto sahen wir die bekannteste Moorleiche, den „roten Franz“. Herr Hermes brachte uns auch einen witzigen Spruch bei: „Siehst du deine Lehrerin im Moore winken, wink zurück und lass sie sinken.“

Danach waren wir bei einem alten Bauernhof. Die Bauern mussten sich früher selbst mit allem versorgen, was sie zum Leben brauchten. Sie hatten Tiere, Gemüse, Getreide, Obst und vieles mehr. Im alten Bauernhaus gingen wir zunächst in das Schlafzimmer. Es war klein und nur 2 Betten standen darin. Eine Familie hatte früher aber manchmal bis zu 16 Personen. Man schlief abwechselnd in den Betten oder auf Strohmatten auf dem Boden. Für die Toilette hatten sie im Schlafzimmer einen Nachttopf. Sie wollten nämlich in der Nacht nicht nach draußen zum Plumpsklo. Wer morgens als letzter aufstand, musste den Nachttopf sauber machen. Zum Waschen gab es nur eine Schüssel. Nun gingen wir in die Küche. Der Herd war die einzige Möglichkeit zum Heizen. Direkt neben der Küche war der Stall. Dort sahen wir Schweine. Eine Sau hatte gerade kleine Ferkel. Die spielten im Stroh herum. Die Menschen und die Tiere lebten früher unter einem Dach. Doch so ein kleines Haus war für die Menschen damals der pure Luxus. Viele hatten nur eine kleine Hütte mit einem einzigen Raum.

Die letzte Station unserer Fahrt war das Schloss Dankern. Wir durften in kleinen Gruppen durch den Freizeitpark gehen. Fast alle Kinder sind mit der Achterbahn gefahren. Die war richtig cool, zuerst war sie gaaanz langsam, plötzlich wurde sie aber bestimmt zehnmal so schnell. Viele Kinder waren auch auf einer der Wasserrutschen. Die blaue ging auf und ab, die rote war steil und auf der grünen wurde man nass. Der „Schleim“ vom Kiosk war sehr beliebt und wurde von vielen gekauft.

Leider war die Emsland-Fahrt viel zu schnell zu Ende. Gegen 18 Uhr waren wir wieder an der Schule.

Bericht von Lina Schulte und Linh Nguyen, Klasse 4c